Königin-Luise-Straße 90





Der zehnjährige Leerstand des denkmalgeschützten Hauses in der Königin-Luise-Straße 90 galt als »Schandfleck« in Dahlem, da es für das landeseigene Haus offenbar kein umsetzbares Nutzungskonzept gab. Das benachbarte Gebäude wurde schon langjährig für Integrationsaufgaben genutzt und dient seit 1996 der Werkgemeinschaft für Berlin-Brandenburg gGmbH als Standort einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen.

Nicht zuletzt dieser Umstand führte nach erfolgreichen Verhand­lungen zu Vertragsabschlüssen mit dem Bezirk, der den Umbau in ein Wohnheim mit 2 Wohngruppen ermöglichte. Ende 2003 konnte das restaurierte Haus seiner Bestimmung übergeben werden.

Die Wohnungen im Dachgeschoss sind auch behinderten Menschen in besonderen Lebenslagen mietvertraglich überlassen worden – auch hier kommt das Prinzip der »aktiven Nachbarschaft« zum Tragen. Die größte Wohnung dient in ihrem komfortablen Schnitt der gesamten Gemeinschaft als »Salon«, Mediathek und Raum für künstlerisches Gestalten.
»In meinem Zimmer treffen sich die Schlagerfans der Gruppe. Und zu meinem Geburtstag kommt Tony Marshall und singt.«
Erhard, 55 Jahre